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Lake Manyara National Park,
Serengeti,
Ngorongoro Krater
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Ich hatte keine besonderen Erwartungen an eine Safari. Da ich aber in
Tansania war, mußte ich es auf jeden Fall machen (10 % von Tansania sind
Nationalpark). Doch dann war ich wirklich begeistert. Am 2. September,
nach einem Ruhetag im "Springland Hotel" in Moshi startete ich meinen
Trip via Arusha zum Manyara See. Wir bedeutete ein Pärchen aus Tasmanien
(Australien), und ich. Meine deutschen Freunde hatten mich bereits verlassen,
entweder zurück nach Deutschland oder nach Zanzibar. Vor unserer Ankunft
am Lake Manyara wurden wir aber einer Folter unterzogen. Die Straßen zum
Lake Manyara waren so schlecht, daß die durchschnittliche Geschwindigkeit
so zwischen 20 bis 30 km pro Stunde betrug. Schlagloch, wieder ein Schlagloch,
wieder ein Schlagloch ......
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Um 13:30 stoppten wir dann an unserer Zeltstelle. Unser Koch blieb dort
und bereitete das Abendesssen vor. Wir nahmen noch einen Drink und begannen
mit der Safari. Als wir mit unserem Safari-Bus in den Park einfuhren waren
wir überrascht wir nahe wir an die Tiere herankamen, oder umgekehrt die
Tiere an uns. Elefanten, Giraffen, Affen und ca. 380 Vogelarten haben
hier ihren Lebensraum. Der Lake Manyara National Park ist ca. 325 qm groß
und zum Großteil mit Bäumen bepflanzt.
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Es gibt natürliche Barrieren auf 2 Seiten, an
der Westseite ein hoher Bergrücken und an der Ostseite der See. Der Park
hat die höchste Elefantendichte auf der Erde mit ca. 5 Elefanten pro km².
Und die Tiere sind so an die Besucher gewöhnt, sie kümmern sich überhaupt
nicht um Menschen und Autos. Nach 3 Stunden und 3 vollen Filmen kamen wir
glücklich zurück ins Lager. Ich war 20 Jahre nicht mehr im Zoo, und es war
wirklich schön die Tiere in der Wildnis zu beobachten. Trotzdem, da war
immer noch das Gefühl man war gerade im Zoo. |
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Das änderte sich am nächsten Morgen. Wie verliesen das Camp
in Richtung Serengeti Nationalpark. Aber, vor dem Vergnügen kam wieder
die Folter, wir mußten mal wieder für Stunden über Schlaglöcher. Unvorstellbar,
aber die Straßen wurden noch einmal schlechter. Trotzdem, gegen 02:00
Uhr passierten wir den Parkeingang. Und dort konnten wir eine andere Safari
erleben. Jetzt wurde es schwieriger die etwas selteneren Tiere zu sehen:
Löwen, Leoparden oder Nashörner. Wir sahen Giraffen und Elefanten, die
Tiere die wir die Tage zuvor gesehen haben. Aber wir konnten keine Leoparden
oder Löwen finden, die Tiere die wir besonders suchten. Am Ende waren
wir mehr als glücklich: nur 15 Meter von uns entfernt sahen wir 2 Löwinnen
im hohen Gras schlafen und ihre 4 Kinder um sie herum spielen. Kurz nachdem
wir ankamen kletterten die 4 Jungen auf einen 2 Meter hohen Stein, so
daß wir sie schön sehen konnten, und auch fotografieren. Sie kümmerten
sich überhaupt nicht um uns und spielten weiter. Das war ein herrliches
Erlebnis für uns alle. "We called it a day" und fuhren zurück ins Lager
wo unser Koch bereits ein herzhaftes Abendessen vorbereitet hatte. Wir
waren sehr müde und gingen sehr früh ins Bett, aber .......wie kann man
schlafen, mitten in der Serengeti, in einem Zelt ohne einen Ranger in
der Nähe? Und die Löwen röhrten nur wenige Meter weiter. Ich glaube, in
dieser Nacht hat keiner das Zelt verlassen.
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Wir überlebten die Nacht und fuhren am nächsten Morgen tiefer in die
Serengeti. Der Höhepunkt waren 2 Simbas die direkt neben unserem Bus liefen.
Müde von der Nacht kümmerten sie sich nicht um uns. Trotzdem hatten wir
hier nicht mehr das "Zoo"-Gefühl wie am Lake Manyara. Serengeti Nationalpark
hat die Größe von Schleswig-Holstein, mit ca. 14.763 km². Und zusammen
mit den anderen geschützten Zonen um Serengeti ist die Gesamtfläche so
groß wie Holland.
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Nach dem Mittagessen packten wir unsere Sachen zusammen
und fuhren zum letzten Höhepunkt des Trips: Ngorongoro-Center. Es ist
der größte wasserlose Krater und hat einen Durchmesser von ca. 16 km,
und einer Fläche von ca. 250 km². Der Kraterrand ist auf einer Höhe von
2.250 Meter, mit dem Kraterboden ca. 600 Meter tiefer. Aber selbst in
diesem Krater voller Tiere konnten wir 2 nicht finden, welche wir die
ganze Zeit gesucht haben: den Leopard und die Nashörner.
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Ich hatte keine großen Erwartungen für die Safari, aber es war ein wirkliches
Erlebnis. Wenn Du nach Tansania gehst um den Kili zu besteigen, solltest
du auf jeden Fall in die Serengeti gehen. Ich war 4 Tage in der Serengeti,
und das war für mich ein guter Zeit- rahmen.
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Die Safari war organisiert von Zara Travel in Moshi, und kann auch von Deutschland
aus via Chamäleon Reisen in Berlin gebucht werden (für eine größere Gruppe
ist eine direkte Buchung wahrscheinlich billiger, für eine kleinere Gruppe
bringt es wahrscheinlich nicht viel. |
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